Kairo

 

Kairo heute
Kairo
ist nicht nur die Hauptstadt Ägyptens, sondern auch die größte Stadt der arabischen Welt. Die Stadt gilt als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Nahen Ostens. Hier hat die ägyptische Regierung, das Parlament und die staatlichen und poltischen Behörden Ihren Hauptsitz. Weiteres ist Kairo der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Ägyptens und beherbergt zahlreiche Universitäten, Museen und Denkmäler.
Da Kairo keine Meldepflicht hat, schätzt man die Einwohnerzahl auf ca. 25 Mio., das nahezu ein Drittel der Bevölkerung Ägyptens entspricht.
Kairo befindet sich im Nordosten Ägyptens auf dem rechten Nilufer und hat eine Stadtfläche von etwa 214 km2. Gegenüber der Großstadt befindet sich Gizeh. Zwischen dem Muqattam Berg im Osten und dem Nil im Westen enstanden die ersten Wohnsiedlungen. Inmitten diesen beiden Grenzen ist der Stadtkern zu finden. Das Nildelta befindet sich nördlich der Stadt und streckt sich bis zum Mittelmeer. Im Westen erheben sich, die zu den sieben Weltwundern gehörenden Pyramiden von Gizeh.
Die Innenstadt teilt sich in einen traditionellen und einen modernen Teil. Das traditionelle Kairo, welches vorwiegend das Islamische Kairo rund um die Azhar-Moschee umspannt, liegt vor der Zitadelle Saladins und dem Muqattam Berg. Zudem sind hier die Wohngegenden nördlich, östlich und südlich der Azhar-Moschee anzuführen, wie El-Muski und Sayyida Zeinab. Das koptische Kairo, auch als Alt-Kairo bekannt, erstreckt sich neben den Ausgrabungen von al-Fustat. Ein für uns eher ungewöhlicher, heute bewohnter Stadtteil ist die Nekropole südöstlich des Islamischen Kairos. Das moderne Kairo wird von Midan el-Tahrir, dem Midan el-Opera, dem Ramsees-Bahnhof und dem Nil eingeschränkt. Jene Orte sind durch einen kolonialzeitlichen Baustil geprägt. Eines der bekanntesten Vororte im Nordosten Kairos ist Heliopolis. Wegen ihren vielen Villen und den dazu gehörigen Gärten, gehört Maadi eher zu den wohlhabenden Wohngebieten. Südlich befindet sich das Stadtgebiet Helwan und nördlich Schubra al-Chaima. Desweiteren liegt an der östlichen Nilseite Nasr City und die Stadt des 15. Mai. Westlich erstreckt sich die Stadt des 6. Oktobers und die Sadat City.

Klima
Da Kairo in der subtropischen Klimazone liegt, herrscht in der Region ein warmes und trockenes Wüstenklima. Mit durchschnittlich 28 Grad Celsius gilt der Juli als der wärmste Monat und der Januar mit durchschnittlich 13,9 Grad Celsius als kältester. Zwischen November und März kann es zu Regen kommen. Von Mai bis September kann es sehr heiß werden und deshalb kommt es manchmal zu Sandstürmen aus dem Süden.

Geschichte
Kairos Wurzeln liegen in mehreren Siedlungen. Das heutige Stadtgebiet war einst der babilonsche Ort Cheri-aha, wo nach altägyptischen Erzählungen die Götter Horus und Seth gegeneinander kämpften.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde die sich am Ostufer befindende Stadt „Babylon in Ägypten“ unter den Römern zur Zeit Trajans gegründet und folgend zu einer Festung umgebaut.
Die ersten Kopten begannen Ende des 4. Jahrhunderts Kirchen und Schutzmauern zu bauen. Im Jahr 641 n. Chr. eroberten die Araber die Festung, wo sie nach ihrer Ankunft 42 Kirchen vorfanden. Amr Ibn al-As baute 643 nördlich der Berganlage das Fustat-Lager, das mit der Zeit zu einer kleinen Stadt wurde. Beide Orte wuchsen zum heutigen Alt-Kairo, welches aus dem koptischen und dem islamischen Viertel besteht, zusammen. Im Gegensatz zum Fustat, dem Islamischen Teil, blieb der Koptische Viertel sehr gut erhalten.
Nach Ende des 9. Jahrhunderts war die Stadt unbedeutent, bis die Tuluniden das heutige Kairo eroberten und Fustat zu ihrer Hauptstadt machten. Der Nilometer und die Ibn-Tulun-Moschee sind das einzig erhaltene aus jener Zeit. Im Jahre 969 eroberten die Fatimiden unter der Herrschaft von Dschauhar as-Siqilli, Ägypten und gründeten 4km nordöstlich von Fustat ein Militärlager.
Im Sommer 972 nachdem der Angriff der Qaramaten von den Fatimiden unter der Regierung von Abu Tamim al-Muizz, abgewährt wurde, wurde die Hauptstadt an den Nil verlängert.
In der neuen Lagerstadt wurde im Frühjahr 973  ein Palast gebaut, das im selben Jahr vom Imam-Kalif bewohnt wurde. Zu dieser Gelegenheit wurde die Stadt in al-Qahira al-Muizziya, „Die Siegreiche des Muizz“ umbezeichnet. Die heutige Al-Azhar-Moschee wurde zu jener Zeit von Dschauher gebaut und galt schon damals als Hauptmoschee Kairos.
Die Metropole, die von Marokko bis in den Nahen Osten geht, wurde zum politischen Zentrum. Fustat wurde durch die politisch-bedeutende Nachbarstadt zu einem internationalen Handelszentrum.
Unter der Herrschaft von Saladin (1137-1193) wurden viele neue Moscheen und Schulen gegründet und die noch heute erhaltenen Grundmauern der Zitadelle.
1250 machten die Mamluken Kairo wieder zur Hauptstadt. Um ihre Macht zu veranschaulichen, bauten sie viele Paläste und Moscheen. Zu dieser Zeit wuchs Kairo zum bedeutensten Wirtschafts-und Kulturzentrum der Islamischen Welt heran. Im Jahre 1517 wurde die Stadt von den Osmanen erobert. Unter deren Regierung, die bis zum Ende des 18. Jahrhundert ging, verliert Kairo sehr an politischer Bedeutung.
Französische Truppen eroberten am 24. April 1798 unter Napoléon Bonaparte Kairo und kam jedoch im Jahr 1801 wieder unter osmanischer Herrschaft. Ismail Pascha (1863-1879) errichete viele Bauwerke und eröffnete 1869 den Suezkanal, damit er der europäischen Macht die lebhafte Stadt präsentiert. Jedoch verschuldete er den Staat Ägypten durch den Bau des Suezkanals. Überwiegend wurde jener von Großbritannien finanziert. Unter Ismail Pascha wurde der Staat im Westen vergrößert, die Wohnsiedlungen Zamalek und Muhandisin wurden errichtet. Die gesamte Stadt wurde durch europäische Architekten restauriert, von denen noch einige Gebäude in der Innenstadt bis heute zu sehen sind.
Die im Herbst 1881 enstandene Urabi-Bewegung wurde durch die Eroberung britanischer Truppen zerstört, dennoch blieb der Khediv Ägyptens zeremoniell Gefolgsmann der Osmanen. Die Urabi-Bewegung wurde ach der finanziellen Ruine der Stadt durch Ismail Pascha, unter der Zeit von Muhammed Ali, gegründet.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zur Kulturhauptstadt und stand nun offiziell unter dem Protektorat Großbritanniens, so dass die letzten Verhältnisse zum Osmanischen Reich unterbunden wurden. Durch das Einsetzen der Kriegswirtschaft der Briten, litt das Volk unter schwerer Armut. Als 1919 Vertreter der ägyptischen Nationalisten unter Saad Zaghlul von der Reise zum Pariserkonferenz von den Briten gehindert wurden, kam es zu starken Demonstrationen, Unruhen und zur Warensperre britischer Produkte. Unter diesen Umständen gewährte Hochkommisar Allenby im Februar 1922 die Freiheit. Kairo blieb weiterhin Hauptstadt Ägyptens. Nach der Unabhängigkeit wuchs die Einwohnerzahl drastisch auf eine etwaige Einwohnerzahl von 2 Mio.. Es entstanden mehrer Vororte und die Stadt wurde, wie heute zu sehen, zu einer unübersichtlichen Metropole. 

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